als
ạls
Konj. ạls
als
1. mit erläuternden Zeitangaben verwendet, um auszudrücken, dass das im Nebenssatz ausgedrückte Geschehen sich zu dem im Hauptsatz ausgedrückten Geschehen gleichzeitig oder nachzeitig verhält Als ich ein Kind war, war sonnabends noch Schulunterricht., Als ich nach Hause kam, machte ich mich an die Arbeit., Als ich nach Hause kam, war er schon gegangen.
2. verwendet, um auszudrücken, dass zwei Dinge ungleich sind Sie ist größer als er., Wir machen das anders als ihr.
3. verwendet, um die genannte Person oder Sache in ihrer Wichtigkeit oder Beschaffenheit zu betonen Wer sonst als er sollte das tun?, Kein anderer/geringerer als der Präsident schaltete sich ein., Er redet nichts als dummes Zeug.
4. nach einem Substantiv oder einem Personalpronomen (Beziehungswort) verwendet, um ein Substantiv als Erläuterung anzuschließen; der grammatische Fall des Substantivs nach "als" richtet sich nach dem des Beziehungswortes Sie als Lehrerin sollte das wissen., Ihm als behandelndem Arzt muss man vertrauen können., Als Politiker hat er Einfluss. als ob/wenn gleichsetzend Er tat so, als ob er nicht verstünde. sowohl ... als (auch) ... etwas trifft auf beide oder alle genannten Elemente zu sowohl gestern als auch heute sowohl Eltern als auch Kinder
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ạls
1 Konjunktion1. verwendet, um auszudrücken, dass das Ereignis des Nebensatzes zur gleichen Zeit stattfindet wie das Ereignis des Hauptsatzes ≈ während: Als ich gehen wollte, (da) läutete das Telefon
2. verwendet, um auszudrücken, dass das Ereignis des Nebensatzes nach dem Ereignis des Hauptsatzes stattfindet: Als er nach Hause kam, (da) war seine Frau bereits fort
3. verwendet (mit Plusquamperfekt), um auszudrücken, dass das Ereignis des Nebensatzes vor dem Ereignis des Hauptsatzes geschah ≈ nachdem: Als er gegangen war, (da) fing das Fest erst richtig an
4. verwendet mit einer Zeitangabe, um einen Zeitpunkt anzugeben: Vor einem Jahr, als ich noch in Amerika studierte, …; in dem Augenblick, als plötzlich die Tür aufging
|| NB: In temporalen Nebensätzen mit als steht das Verb am Ende des Nebensatzes: Als ich dich gestern anrief, warst du nicht da
ạls
2 Konjunktion; verwendet, um einen Kontrast herzustellen1. (bei Verschiedenheit) verwendet nach einem Komparativ, um einen Vergleich zu ziehen: Er ist größer als du; Sie ist raffinierter, als du glaubst
|| NB: In der gesprochenen Sprache wird beim Vergleich auch wie verwendet; aber das gilt als stilistisch unschön od. grammatikalisch falsch
2. was/wer/wo usw sonst als + Subst/Pronomen verwendet, um auszudrücken, dass nur eine Person/Sache usw infrage kommt: Wo sonst als hier kann man so gut essen?; Wer sonst als dein Vater könnte das gesagt haben?
3. (oft in Verbindung mit ob od. wenn) verwendet, um auszudrücken, wie jemand od. etwas auf jemanden wirkt <(so) tun, als (ob, wenn)>: Er machte (auf mich) den Eindruck, als schliefe er/als ob er schliefe; Es kam mir vor, als wenn er gerade erst aufgestanden wäre
|| NB: Wenn als ohne ob od. wenn gebraucht wird, folgt der Konjunktiv und eine Inversion von Verb und Subjekt
4. verwendet, um einen verkürzten Ausrufesatz einzuleiten, der das Gegenteil des Gesagten ausdrücken soll (auch mit ob, wenn): Als wäre es ein Verbrechen!; Als ob/wenn er nicht ganz genau Bescheid wüsste!
5. verwendet in einigen festen Verbindungen: nichts als (= nur), alles andere als (= überhaupt nicht), anders als (= nicht so, wie), niemand anders als, kein anderer als + Personenbezeichnung (= genau, gerade, ausgerechnet): Das ist ja alles andere als billig; Sie redet doch nichts (anderes) als Unsinn
6. verwendet anstatt wie bei einigen festen Verbindungen: so bald/schnell als möglich
|| NB: ↑ insofern, sowohl
ạls
3 Konjunktion; verwendet, um ein Bezugswort od. eine Aussage näher zu erläutern1. fest verbunden mit bestimmten Verben, verwendet vor einem Subst. od. einem Adj. <sich herausstellen als; sich erweisen als; etwas als etwas empfinden>: Die Behauptung hat sich als falsch herausgestellt; Die neue Show erwies sich als Flop; Ich habe seine Bemerkungen als (eine) Frechheit empfunden
2. verwendet, um eine adverbielle Bestimmung anzuschließen: einen Raum als Esszimmer benutzen; jemandem etwas als Andenken schenken
3. verwendet, um eine Apposition einzuleiten (die meist die Funktion od. Eigenschaft des Substantivs nach als ausdrückt): ich als Vorsitzender; meine Aufgabe als Erzieher
|| NB: der Kasus des Substantivs nach als richtet sich nach dem Kasus des Substantivs od. Pronomens, auf das es sich bezieht: Ihm als erfahrenem Autofahrer hätte das nicht passieren dürfen; Wir werdenihn als guten Menschen in Erinnerung behalten; Anstatt eines Genitivs steht aber meist der Nominativ: der Ruf meines Vaters als Arzt
4. zu + Adj, als dass verwendet anstelle eines Satzes mit um … zu, drückt eine irreale Folge aus: Meine Zeit ist zu kostbar, als dass ich sie hier vergeude; Du bist viel zu klug, als dass du das nicht wüsstest
|| NB: meist mit Konjunktiv
5. umso + Komparativ, als verwendet, um einen Grund anzugeben: Das Ganze ist umso peinlicher, als wir uns dadurch selbst lächerlich machen; Das Argument ist umso wichtiger, als es zum ersten Mal den Kern der Frage trifft
6. als da sind veraltend; verwendet, um eine Aufzählung einzuleiten ≈ wie z. B.: Prominente, als da sind Politiker, Schauspieler, Sänger
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als
(als)konjunktion
1. drückt aus, dass zwei Dinge zur gleichen Zeit stattfinden Wir waren gerade beim Essen, als er kam.
2. zur genannten Zeit Als ich noch in Berlin wohnte, ging ich oft ins Kino.
3. drückt aus, dass etw. nach etw. anderem stattfindet Als sie die Arbeit beendet hatten, gingen sie nach Hause.
4. bes. nach Komparativen verwendet, um Vergleiche zu ziehen Er verdient mehr als ich. Das ist leichter, als du denkst.
nur Ich will jetzt nichts als schlafen. andere
5. drückt aus, dass etw. nicht real oder zutreffend ist Er tat so, als hätte er mich nicht gehört. Es sieht aus, als würde es gleich zu regnen anfangen. Als ob ich nicht genug zu tun hätte!
6. verwendet, um etw. näher zu bestimmen als Lehrer arbeiten sich als Versager fühlen etw. als angenehm empfinden Was sagst du als Fachmann dazu?
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