Zur Deutung der Molekelspektren. I

Zusammenfassung

Als Analogon zur mehratomigen Molekel wird mit Hilfe der Quantenmechanik ein System von einem Freiheitsgrad untersucht, dessen potentielle Energie mehrere Minima hat. Es ergibt sich die Möglichkeit der Zuordnung der stationären Zustände eines solchen Systems zu denen von Teilsystemen, die durch unendliches Entfernen der Minima voneinander oder durch Unendlichwerden der potentiellen Energie zwischen ihnen entstehen. Entsprechend ergibt sich (im Gegensatz zur klassischen Theorie) ein adiabatischer Zusammenhang zwischen den Zuständen zweier getrennter Atome oder Ionen, den Zuständen einer zweiatomigen Molekel und den Zuständen eines Atoms, das durch Vereinigung der Kerne entstanden gedacht werden kann. Dieser Zusammenhang gestattet die Angabe eines qualitativ gültigen Termschemas der Molekel und erlaubt eine Erläuterung der Begriffe „polare Molekel“ und „Ionengitter”.

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Authors and Affiliations

  1. Universitetets Institut for teoretisk Fysik, Kopenhagen

    F. Hund

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Herrn Prof. N. Bohr und Herrn W. Heisenberg habe ich für das fördernde Interesse an der Arbeit zu danken. Ebenso schulde ich Dank der Stiftung International Education Board, die meinen Aufenthalt in Kopenhagen ermöglicht hat.

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Hund, F. Zur Deutung der Molekelspektren. I. Z. Physik 40, 742–764 (1927). https://doi.org/10.1007/BF01400234

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